Pro Bono Beratung - eine gute Tat oder alles nur Berechnung?

Zum Wohle der Gemeinschaft zu arbeiten kann viele Motive haben: Imageverbesserung, Vertriebsunterstützung oder ernsthafte Unterstützung der Gesellschaft. Für KMBUs ist es eine Chance sich verbindlich in ihrer Region zu verankern. Wir wollen die Rahmenbedingungen dafür klären.

Pro bono - eigentlich pro bono publico also „zum Wohle der Gemeinschaft“ -  werden die Beratungstätigkeiten genannt, die von Beratungsunternehmen unentgeltlich für einen gemeinnützigen Zweck angeboten und durchgeführt werden. Ist das nur Kosmetik, um das kritische Image der Branche aufzupolieren oder steht dahinter ein ernst zu nehmender Ansatz der „Corporate Social Responsibility (CSR)“. Eines ist klar: CSR spielt für die Bevölkerung eine immer wichtigere Rolle und ist auch bei globalen Beratungsprojekten zu berücksichtigen, wie das Desaster einer renommierten Unternehmensberatung in Südafrika in den letzten Wochen gezeigt hat.

  • Welche Leistungen können bzw. sollten Beratungsgesellschaften für die Gesellschaften unentgeltlich erbringen?
  • Wie kann pro bono publico glaubwürdig von Imagekampagnen oder Vertriebsinvestition für Folgeaufträge abgegrenzt werden?
  • In wieweit ist pro bono publico eine Möglichkeit für KMBUs sich in einer Region zu verankern und von den Großen abzugrenzen?

Wir konnten Expert*innen für das Thema gewinnen, mit denen wir die Vor- und Nachteile von pro-bono-Projekten und hilfreiche Rahmenbedingungen diskutieren. Wir wollen Umsetzungsmodelle für die KMBUs erarbeiten und eine erste Ideensammlung für kleine und mittleren Beratungsunternehmen aus unserer Region erstellen.